🏢⚡ Solar fuer Mehrfamilienhaeuser: ZEV und Eigenverbrauch optimieren
Solaranlagen auf Mehrfamilienhaeusern (MFH) bieten ein enormes Potenzial fuer die Schweiz. Seit der Einfuehrung des Zusammenschlusses zum Eigenverbrauch (ZEV) koennen Mieter und Eigentuemer gemeinsam vom Solarstrom profitieren. SM Tech GmbH Swiss erklaert, wie das Modell funktioniert und warum sich eine Investition fuer Liegenschaftsbesitzer lohnt.
📚 Was ist ein ZEV (Zusammenschluss zum Eigenverbrauch)?
Der ZEV ist ein seit 2018 in der Schweiz verankertes Modell, das es ermoeglicht, Solarstrom innerhalb eines Gebaeudes oder einer Liegenschaft direkt an Mieter zu verkaufen, ohne den Umweg ueber das oeffentliche Netz. Alle Bewohner teilen sich den auf dem Dach erzeugten Solarstrom.
Die rechtliche Grundlage bilden Art. 17-18 des Energiegesetzes (EnG) und die Energieverordnung (EnV). Ein ZEV kann sowohl innerhalb eines einzelnen Gebaeudes als auch ueber mehrere benachbarte Grundstuecke gegruendet werden.
💰 Wirtschaftlichkeit fuer Liegenschaftsbesitzer
Die Wirtschaftlichkeit einer MFH-Solaranlage ist oft deutlich besser als bei Einfamilienhaeusern, da der Eigenverbrauch hoeher ist:
- Eigenverbrauchsquote: 40-60% ohne Speicher (vs. 25-35% beim EFH)
- Stromertrag: Eine 30-kWp-Anlage auf einem MFH erzeugt ca. 28'000-32'000 kWh/Jahr
- Investitionskosten: CHF 45'000 bis 75'000 fuer eine typische MFH-Anlage
- Foerderung (EIV): CHF 8'000 bis 15'000 vom Bund
- Amortisation: 8-12 Jahre, je nach Eigenverbrauch und Strompreis
💡 Vorteil ZEV: Der Solarstrom kann den Mietern zum Marktpreis oder leicht darunter verkauft werden. Damit erzielt der Liegenschaftsbesitzer eine bessere Rendite als bei der blossen Netzeinspeisung, und die Mieter profitieren von guenstigerem Strom.
⚙️ Technische Anforderungen
Ein ZEV stellt bestimmte technische Anforderungen an die Installation:
- Smart Meter: Jede Wohnung benoetigt einen intelligenten Stromzaehler
- Abrechnungssystem: Software zur automatischen Verteilung und Abrechnung des Solarstroms
- Wechselrichter: Dimensionierung entsprechend der Gesamtlast des Gebaeudes
- Optionaler Speicher: Erhoehung des Eigenverbrauchs auf 60-80%
📜 Abrechnung und Organisation
Die Abrechnung in einem ZEV kann unterschiedlich gestaltet werden:
- Statisches Modell: Jeder Teilnehmer erhaelt einen festen Anteil des Solarstroms (z.B. nach Wohnungsgroesse)
- Dynamisches Modell: Die Verteilung erfolgt nach dem tatsaechlichen Verbrauch in Echtzeit
- Abrechnungsdienstleister: Unternehmen wie Emonitor, Elektron oder SolarManager uebernehmen die komplette Abrechnung
Der Strompreis fuer die Mieter darf maximal dem Preis des lokalen Grundversorgers entsprechen. In der Praxis wird der Solarstrom meist 10-20% guenstiger angeboten, was fuer alle Beteiligten ein Gewinn ist.
📈 Praxisbeispiel: MFH in Winterthur
Ein typisches Beispiel: Ein Mehrfamilienhaus mit 8 Wohnungen in Winterthur hat eine 25-kWp-Anlage installiert. Die Investitionskosten betrugen CHF 52'000, abzueglich CHF 11'000 EIV. Die jaehrliche Stromproduktion betraegt rund 24'000 kWh, wovon 55% direkt im Gebaeude verbraucht werden.
Der Eigentuemer verkauft den Solarstrom an die Mieter zu CHF 0.22/kWh (Netzstrompreis: CHF 0.27/kWh). Die jaehrlichen Einnahmen belaufen sich auf rund CHF 4'800 (Eigenverbrauch + Netzeinspeisung). Die Amortisation ist nach ca. 9 Jahren erreicht.
🌱 Tipps fuer die Umsetzung
- Fruehzeitig informieren: Mieter muessen ueber den ZEV informiert und einbezogen werden
- Vertrag aufsetzen: Ein ZEV-Reglement regelt die Rechte und Pflichten aller Beteiligten
- Professionelle Planung: Lassen Sie die Anlage von erfahrenen Installateuren dimensionieren
- Foerderungen nutzen: Neben der EIV gibt es kantonale Zuschuesse und steuerliche Abzuege
- Monitoring einrichten: Ein Energiemanagement-System optimiert den Eigenverbrauch
☀️ MFH-Solar mit SM Tech GmbH Swiss
Wir planen und realisieren Solaranlagen fuer Mehrfamilienhaeuser inklusive ZEV-Einrichtung. Fordern Sie jetzt Ihre unverbindliche Offerte an.
💡 Jetzt Offerte berechnen